Der Herbst ist eingebrochen und es wird langsam Zeit dass wir unsere Wintersachen mal wieder aus den Tiefen unseres Schrankes hervor holen. Schließlich möchten wir uns nicht unbedingt vor Kälte eine Erkältung holen. Weil wir nicht wirklich die Möglichkeit haben etwas gegen die ungemütliche Witterung auszurichten ist es schön wenn man zumindest in Gedanken irgendwo anders hinschweifen kann.

Urlaub in einem Ferienhaus oder in einem Hotel am Strand kann sich ja schon lange nicht mehr jeder arbeitende Bürger einfach so leisten. Es stimmt einen traurig wenn man bei google ‘Ferienhaus Bretagne‘ eingibt nur um dann auf lauter Suchergebnisse zu stoßen die man sich letztendlich doch nicht leisten kann. Ferien sind in einer so auf Leistung ausgerichteten Gesellschaft wie der unsrigen auch zeitlich oft nur noch schwer unterzubringen. Wir arbeiten um Lebensmittel zu kaufen und eventuell mal den alten kaputten Beuler im Keller ersetzen zu können. Wenn man nicht das Glück hat ein gutes Angebot zu finden dann muss man das Ferienhaus Bretagne als Luxus abtun der momentan einfach nicht drin ist.

Aber es macht auch nicht viel Sinn wenn man sich andauernd über Kram ärgert der sich eben gerade nicht ändern lässt. Wenn man nur auf ärgerlichen Dingen herumreitet dann verpasst man all die schönen Sachen die um einen herum passieren. Also versuchen wir uns mit dem zufrieden zu geben was wir haben und finden uns damit ab dass wir eben ein Weilchen sparen müssen bis wir wieder mit gepackten Koffern am Flughafen stehen können.

Wenn es soweit ist und alles gebucht ist dann kann man sich noch mehr freuen weil man sich das alles wirklich hart verdient hat. Vergessen ist dann der Tag an dem man noch verzweifelt vor dem Computer saß denn die Worte ‘Ferienhaus Bretagne’ stehen jetzt auf der Bestellbestätigung die man in den Händen hält. Ein denkwürdiger Augenblick den man so schnell sicher nicht vergisst. Auch wenn sich die Urlaubsorganisation oft als schwerer herausstellt als man gedacht hat ist sie es wenn man einmal im sonnigen Süden ist doch allemal wert.

Michaela Wang

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