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19th

Die Nahrungsmittelergänzung Kreatin

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Kreatin ist die Bezeichnung für eine organische Säure, die bei Wirbeltieren unter anderem zur Energie-Versorgung der Muskeln beiträgt. Im menschlichen Körper wird die Säure in der Niere, der Leber sowie in der Bauchspeicheldrüse aus den Aminosäuren Arginin sowie Glycin synthetisiert, der tägliche Bedarf muss also nur teilweise über die Nahrungseinnahme gedeckt werden. In erster Linie wird Kreatinphosphat während der Kontraktion der Muskeln benötigt.

In der modernen Medizin setzt man den Stoff bei der Behandlung der Muskeldystrophie ein, um so den Muskelstoffwechsel zu fördern. Gleichzeitig stellt Kreatin auch ein beliebtes Nahrungsergänzungsmittel dar, das dazu beiträgt, die Vorräte des wichtigsten Energieträgers Adenosintriphosphat (ATP) regelmäßig zu erneuern. Männliche Muskelpartien enthalten normalerweise circa 4 Gramm Kreatin pro Kilogramm Muskelmasse. Durch den Einsatz als Nahrungsergänzungsmittel kann der menschliche Körper nun kurzfristig auf höhere Energiereserven zurückgreifen. Das Kreatin beeinflusst vor allem die maximale Spannungsentwicklung innerhalb des Muskels, da es eine Art Puffer zwischen den einzelnen Phasen der Energiebereitstellung bildet. Auch die Zeit, die zur Regeneration des Körper benötigt wird, kann sich durch die Einnahme von Kreatin reduzieren.

Der Stoff sollte optimalerweise etwa 30 bis 40 Minuten vor Beginn des Trainings sowie unmittelbar nach der Einheit eingenommen werden, da der Körper zu diesen beiden Zeitpunkten am aufnahmefähigsten ist. In den ersten 7 Tage der Kur sollte der Proband eine tägliche Dosis von etwa 20 Gramm Kreatin einführen. In den Tagen danach reicht die Einnahme einer sogenannten “Erhaltungsdosis” aus, was einer Menge von etwa 5 Gramm entspricht.

Die nachweislich leistungssteigernde Wirkung des Stoffes ist bereits seit einigen Jahrzehnten bekannt. In den siebziger und achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts versuchten Kraftsportler mit einer Art Fleischmast vor Wettkämpfen ihren Kreatingehalt zu steigern. Die großen Fleischmengen, die während dieser Zeit konsumiert wurden, führten allerdings häufig zu einem erhöhten Harnsäure-Wert und somit zu erheblichen gesundheitlichen Problemen.

Als negative Nebenwirkung der Kreatin-Einnahme kann es in den ersten Tagen der Kur zu starken Blähungen und Durchfall kommen. Desweiteren treten verstärkt Muskelkrämpfe auf. Auch führt die Einnahme häufig zu einer Gewichtszunahme durch Wassereinlagerungen

Autor: Winfried Strauss

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