Bei allen Betriebssystemen ist das verwendete Dateisystem von großer Bedeutung. Schließlich wird dadurch die Struktur für die abgespeicherten Daten festgelegt. Und auch das anschließend Lesen der Dateien wird dadurch beeinflusst, welchen Dateisystemtyp man hierfür einsetzt. Der große Vorteil von Linux ist, dass es viele unterschiedliche Dateisysteme unterstützt. Dazu gehören solche, die für sogenannte Blockdevices vorgesehen sind, also etwa Festplatten oder CD-ROM-Laufwerke. Schon fast als klassisch anzusehen sind hier ext2 oder minix. Durchgesetzt haben dürften sich jedoch Journaling Filesysteme und zwar solche wie ext3, jfs, XFS oder ReiserFS. Diese haben den Vorteil, dass sie einen Stromausfall oder Systemabsturz recht gut überstehen können. Der Grund dafür ist, dass bei einem Journaling Dateisystem die Änderungen bereits vor dem Schreiben selber in einem dafür eigens reservierten Speicherbereich protokolliert werden. Auf diese Weise wird es gegebenenfalls ohne Weiteres möglich sein, einen konsistenten Zustand der Daten wiederherzustellen.

Nicht minder interessant sind die von Linux ebenfalls unterstützten Distributed Filesystems wie AFS, Coda oder InterMezzo. Solch ein verteiltes Dateisystem wie zum Beispiel das letztgenannte kann etwa für die Desktop-Laptop- Synchronisation eingesetzt werden. Hierfür wird ein Standard-Dateisystem über „InterMezzo“ gemountet und vom letzteren werden anschließend sämtliche Veränderungen auf dem Dateisystem mitprotokolliert.

Für weitere Details über die Vielfalt der Dateisysteme unter Linux kann beispielsweise ein entsprechender Lehrgang Seminar: Novell Suse Linux . besucht werden.

Gisela Bsdok

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