Wasserpfeifen und der lange Weg nach Europa
Die Wasserpfeifen konnten in den letzten Jahren einen wahren Siegeszug durch unsere Kultur feiern. Sie haben sich innerhalb kürzester Zeit verbreitet und sehr viele Anhänger gefunden, die dies als Hobby betreiben. Die Shisha ist mehr als nur ein einfaches Rauchgerät, es ist eine Subkultur für sich, die einige interessante Aspekte bereithält.
Auch die Geschichte der Wasserpfeifen ist sehr beeindruckend und nur wenn man diese Geschichte kennt, kann man verstehen, warum die Shisha erst so spät in der europäischen Kultur angekommen ist. Schon vor vielen Jahrhunderten wurden Wasserpfeifen hergestellt, um Pflanzenteile zu verbrennen und diesen Rauch dann zu inhalieren. Der Ursprung dieser Rauchgeräte wird heute in Indien vermutet. Dort entstand schon relativ früh eine Hochkultur, die mit den verschiedensten Werkstoffen experimentierte, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Das Wassergefäß der ersten Wasserpfeifen bestand auch der festen Schale einer Kokosnuss durch die Öffnungen hat man Bambusstäbe gesteckt, die den Rauch weiterleiteten. Von hier aus gelangte die Wasserpfeife dann ziemlich schnell bis in den arabischen Raum. Hier wurde sie sehr schnell sehr beliebt und auch noch weiterentwickelt.
Die Wasserpfeife, wie wir sie heute kennen, entstand vermutlich in Ägypten und Archäologen nehmen an, dass sich dies im 16. Jahrhundert ereignete. Der europäische und der arabische Kulturkreis hatten über viele Jahrhunderte sehr wenig Kontakt miteinander und häufig beschränkte sich dies nur auf den Handel. Erst im letzten Jahrhundert begann man sich auch gegenseitig für die Kultur des anderen zu interessieren und man lernte völlig neue Dinge kennen. So kamen dann auch die Wasserpfeifen nach Europa. Hier begannen sie einen weiteren Siegeszug, der im Allgemeinen nicht mehr aufzuhalten ist.
Alexander Schmidt
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