Der Distrikt Darjeeling
Darjeeling (indisch: Darjiling) liegt im Osten Indiens im vorderen Himalaya im Bundesstaat Westbengalen. Es ist der Name eines Ortes und eines Distrikts in diesem Gebiet. Da Darjeeling im Grenzgebiet zu Tibet liegt, war es seit jeher ein bedeutender Handelsplatz, von dem viele Karawanen ins Nachbarland zogen. Auch wenn Karawanen heute der Vergangenheit angehören, ist das Gebiet doch immer noch von dieser Grenznähe geprägt, was man vor allem am Völkergemisch erkennt. So zählen zu den wichtigsten Sprachen neben Bengalisch und Englisch auch Tebetisch und Nepali.
Teekennern dürfte Darjeeling vor allem als Teeanbaugebiet ein Begriff sein und in der Tat ist der Teeanbau einer der wichtigsten Wirtschaftszweige dieser Region, der von den britischen Kolonialmächten kultiviert wurde.
Im Jahr 1835 wurde das Gebiet an die British East India Company verpachtet, nachdem die Briten den Landesfürsten in einem Konflikt mit Nepal unterstützt hatten.
Darjeeling wurde in der Folgezeit ein Luftkurort für britische Beamte und Offiziere. Noch heute ist das Stadtbild hauptsächlich von den Kolonialbauten geprägt.
Vor allem das milde Klima wurde von den Briten geschäzt. Denn trotz starker Regenfälle während des Monsuns ist es in Darjeeling nicht so schwül wie in anderen Teilen des Landes, so dass jeder Brite aus Kalkutta (indisch: Kolkata) wenn möglich zur Monsunzeit dorthin übersiedelte.
Darjeeling Tee
Tee aus Darjeeling zeichnet sich durch seine vergleichsweise helle Farbe und seinen milden, leicht blumigen Geschmack aus. Deshalb zählt er auch zu den edleren und damit teureren Teesorten. Besonders reich im Geschmack ist der First Flush (erste Ernte). Er wird von Ende Februar bis Ende April geerntet.
Teile dieser ersten geernteten Teeblätter werden möglichst schnell verarbeitet und mit dem Flugzeug nach Europa transportiert. Sie werden als „Flugtee“ bezeichnet. Da sie noch sehr frisch sind und in geringer Menge produziert werden, sind die Flugtees besonders edel und voll im Geschmack. Sie zählen zu den besonderen Kostbarkeiten indischen Tees.
Autor: Ansgar Offermanns
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