Fehlen im Mund eines Menschen einige oder gleich mehrere Zähne, hat das weitreichende Folgen. Selbst wenn dies nicht durch eigenes Verschulden – also z.B. mangelnde Mundhygiene – geschehen ist, implizieren deutlich sichtbare Zahnlücken dennoch etwas Negatives und werden von anderen oft als anstößig betrachtet. Neben diesem kosmetischen Aspekt spielt auch die Zahngesundheit eine Rolle. Die verbleibenden Zähne müssen die Arbeit des fehlendes Zahns mit übernehmen und leisten zusätzliche Schwerstarbeit. Fehlen mehr als zwei Zähne nebeneinander, verschiebt sich auch der Kiefer, es kommt zu Sprachstörungen, Kieferfehlstellungen und falschen Kaubewegungen. In solchen Fällen kann ein festsitzender Zahnersatz, wie die Zahnbrücke, helfen.

Im Gegensatz zum Implantat, das ja speziell in den Kiefer operiert wird, wird die Brücke auf den noch vorhandenen Eckzähnen neben der Lücke aufgebracht. Die Pfeilerzähne verankern die Zahnbrücken regelrecht, geben ihnen Halt und „überbrücken“ die Lücke. Es ist aus diesem Grund sehr wichtig, dass die Pfeilerzähne eine gute Substanz haben, nicht kariös und gesund sind. Es gibt verschiedene Formen der Brücken: die Freiendbrücke braucht nur an einem Ende einen Pfeilerzahn, an dem sie verankert wird, da sie sich am Ende einer Zahnreihe befindet; die Inlaybrücke erfährt ihren Halt durch Inlays aus den Pfeilereckzähnen und die Klebebrücke wird auf die noch erhaltenden und intakten Zähnen aufgeklebt und besonders bei jüngeren Menschen eingesetzt.

Vor dem Einsatz werden die Pfeilerzähne angeschliffen, ein Abdruck des Gebisses genommen und daraus dann in einem Labor die individuelle Brücke angefertigt. Dank neuer hochwertiger Materialien und bei guter Pflege kann eine Brücke bis zu 15 Jahre lang halten.

Autor: Veronika Dohmen

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