Apr
28th

Heute kaufen, gestern zahlen

Posted by admin

Aus dem Mobilfunkgeschäft ist das Prinzip schon lange bekannt: Erst zahlen, dann nutzen. Angelehnt an diese Verfahrensweise hat sich in den letzten Jahren eine neue Variante von Kreditkarten etabliert. Das besondere: Der Karteninhaber bekommt von seiner Bank keinen Kreditrahmen eingeräumt, sondern kann nur über vorab auf die Kreditkarte bezahltes Guthaben verfügen. Zahlungen darüber hinaus sind nicht möglich und werden im Zweifelsfalle abgelehnt. Die Prepaid Kreditkarten verstehen sich als vollwertiges Zahlungsmittel, sie sind in der Regel überall dort willkommen, wo dies für gewöhnliche Kreditkarten mit einem Limit auch gilt.

Die Vorteile einer Prepaid Kreditkarte liegen auf der Hand. Dadurch, dass nur über die Guthaben verfügt werden kann, sinkt auch das Risiko von garvierenden Schäden durch den Missbrauch der Kreditkarte durch unbefugte Dritte. Darüber hinaus können Verbraucher, denen die Kontrolle über ihre Konsumausgaben schwer fällt, sich leichter disziplinieren, wenn sie nicht über die persönlichen Verhältnisse hinaus leben können. So ist die Prepaid Kreditkarte insbesondere auch für minderjährige Konsumenten interessant.

Auch für eine ganz spezielle Zielgruppe bietet die Produktinnovation neue Möglichkeiten. Verbraucher, die ihren wirtschaftlichen Alltag mit der Bürde einer negativen Zahlungshistorie bestreiten müssen, erhalten von ihrer Bank in vielen Fällen gar keine normale Kreditkarte, weil den Geldhäusern das Risiko eines nicht ordnungsgemäßen Vertrags zu hoch erscheint. Ohne Kreditkarte aber sind viele Transaktionen gar nicht möglich. Insbesondere Zahlungen im Internet sowie die Verfügung von Bargeld im Ausland sind äußerst schwierig.

Prepaid Kreditkarten können nicht zu einem negativen Saldo führen, so dass die Banken sie auch gerne an Kunden mit einer weniger guten Bonität herausgeben. Der Antrag muss in den meisten Fällen direkt beim Anbieter gestellt werden. Es muss meist ein Formular ausgefüllt und gemeinsam mit einer Kopie eines amtlichen Lichtbildausweisen an das Institut gesendet werden. Schließlich wird in der Regel noch eine kurze Identitätsprüfung in der nächsten Filiale der deutschen Post durchgeführt.

Autor:  Alexander Bertram

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