Sep
13th

Tod als Risiko versichern?

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Bekanntlich gibt es sehr viele Versicherungsmöglichkeiten für scheinbar alles. So haben sich die Versicherungen in den letzten Jahren sehr kreativ verhalten und einiges an Produkten auf den Markt geworfen. Da nun nicht jede Versicherung für jeden gleichermaßen geeignet und sinnvoll ist, muss man sich genau überlegen, ob man bestimmte Verträge wählt oder nicht.

So wird bei einer Sterbegeldversicherung kritisiert, sie sei nichts anderes als eine renditeschwache Geldanlage. In gewisser Weise mag dies auch stimmen, jedoch wird die vereinbarte Todesleistung vorab definiert. So muss eine Sterbeversicherung praktisch immer zahlen, sobald die Voraussetzungen wie beispielsweise die Aufbauzeit erfüllt sind. Da nun jeder Mensch einmal stirbt, kommt man zwar nicht mehr selbst in den Genuss der Leistungen, jedoch die Verwandtschaft bzw. Bekanntschaft. Somit macht man auf keinen Fall Minus, wenn man die Aufbauzeit der Sterbeversicherung im wahrsten Sinne des Wortes überlebt.

In punkto Rendite stellt sich also die Frage des spekulativen Zeitpunkts des Ablebens. Dies mag zwar alles ein wenig makaber klingen, jedoch ist es Bedürfnis sehr vieler älterer Menschen, die finanziellen Dinge für die Zeit nach ihrem Tod geregelt zu haben.

Ganz gewiss ist die Sterbeversicherung nun nicht für jeden sinnvoll, jedoch gibt es Menschen, die gern eine haben wollen und eben solche Dinge vor Ihrem Tod klären möchten. Denn nicht jeder will, dass die Verwandtschaft auf den Kosten der Beerdigung sitzen bleibt. Und nicht jeder hat so viel Geld auf dem Konto, dass damit alle Kosten beglichen werden könnten.

Nicht zu verwechseln ist die Sterbegeldversicherung mit einer Risikolebensversicherung, bei der es um ganz andere Versicherungssummen geht und ohnehin für einen fast ganz anderen Zweck abgeschlossen wird.

Sep
2nd

Die Blütezeit des Absinth

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Um das Jahr 1900 herum erlebt der Absinth auf der ganzen Welt seine Blütezeit. Die grüne Fee war sozusagen in aller Munde.

Die ersten Jahre produzierte die aller erste Absinthfabrik von Louis Pernod etwa 400 l am Tag. In der Blütezeit des Absinth jedoch steigerte sich die Produktion auf 20.000 l am Tag und dann noch einmal bis zur fünffachen Menge. Um die ganze Welt trank mein Absinth und huldigte der grünen Fee.

Vergleicht man die Blütezeit des Absinth, den Konsum der Länder untereinander, so wird man schnell feststellen dass der Erfolg des Absinth in Frankreich ohne übertroffen blieb dort hatte sich der Erfolg von Absinth gegen Ende des 19. Jahrhunderts alle Schichten der Bevölkerung erobert. In Frankreich war man für alkoholisches ohne hin offen, und nun trank man wirklich zu jeder Tageszeit, und von allen Bevölkerungsschichten, Absinth.

Die grüne Stunde, zuerst zwischen 11 und 14:00 Uhr, die Zeit in den ganz Paris in den Straßencafes saß und sich der grünen Fee hingab, wurde regelrecht zelebriert. Die grüne Fee zauberte Glanz in die Augen und inspirierte die Menschen. Anfangs waren es drei Stunden, später dauerte die grüne Stunde mitunter den ganzen Tag. Und schon am Nachmittag, wenn die Engländer noch ihren Tee tranken, trank man in Frankreich wieder Absinth. Das zweite offizielle Date des Tages mit der grünen Fee.

Den Menschen die der grünen Fee regelrecht verfallen waren, ihren Charme und ihrem Liebreiz, das waren die Künstler, die Intellektuellen und die Szene drum herum. Sie trafen sich in Cafes, Restaurants, Kneipen und Bars, um Absinth bestellen und trinken zu können.

Celso Cardozo