Für den Fall, dass ein Arbeitnehmer aufgrund physischer oder psychischer Erkrankungen dauerhaft berufsunfähig wird, kann ihn eine Berufsunfähigkeitsversicherung vor den finanziellen Auswirkungen des Arbeitsplatzverlustes schützen. Doch immer noch haben sich viel zu wenig Arbeitnehmer gegen den Verlust ihrer Arbeitskraft und damit meist ihrer einzigen Einkommensquelle versichert. So lag der Bestand aller Berufsunfähigkeitsversicherungen Ende 2006 nach Angaben des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft bei rund 2,1 Millionen Verträgen. Angesichts der Tatsache, dass fast jeder vierte Arbeitnehmer noch vor der Rente zumindest teilweise berufsunfähig wird, eine erschreckend niedrige Zahl. Das liegt nicht zuletzt am Image, welches den Berufsunfähigkeitsversicherungen bislang anhaftete. Für die meisten Normalverdiener gilt einer Berufsunfähigkeitsversicherung bislang als Produkt für Gutverdienende, welches sich der normale Angestellte oder Arbeiter nicht leisten kann. Dabei hat sich das Angebot der Versicherungen in den letzten Jahren grundlegend gewandelt, so dass sich heutzutage fast jeder eine Berufsunfähigkeitsversicherung leisten kann. Wie bei einem PKV Vergleich sollten Versicherungsnehmer auch bei der Berufsunfähigkeitsversicherung einige Punkte beachten und die verschiedenen Angebote sorgsam vergleichen. So sollte man möglichst schon in jungen Jahren eine entsprechende Police abschließe, da dann zum einen die Beiträge niedriger sind und zum anderen aufgrund des allgemein besseren Gesundheitszustandes nur in Ausnahmefällen Risikozuschläge zu erwarten sind. Geben Sie weiterhin im Antrag alle relevanten Vorerkrankungen an, um im Ernstfall aufgrund unterlassener Angaben keinen Verlust des Versicherungsschutzes zu riskieren. Wählen Sie außerdem eine ausreichend hohe Versicherungssumme. Statistiken belegen, dass die durchschnittliche Absicherung über eine Berufsunfähigkeitsversicherung derzeit bei lediglich rund 430 Euro im Monat und damit viel zu niedrig liegen, um einen Verdienstausfall auszugleichen. Eine monatliche Rente von mindestens 1.000 Euro sollte gewählt werden, dazumal man bei der langen Laufzeit eines solchen Vertrages die Inflation und den damit einhergehenden Kaufkraftverlust einkalkulieren muss. Für eine solche Rente sind monatlich zum Beispiel für eine 30-jährige Bürofachkraft zwischen 500 und 900 Euro zu zahlen. Das sind dann also zwischen 40 und 75 Euro im Monat. Für die Absicherung des eigenen Lebensstandards im Falle eines Falles sicherlich nicht zu viel.

Autor:  Daniel Franke

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